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Ausstellung " Hanns Schimansky- La ligne qui pense "

Musée d’art et d’histoire Neuchâtel, 28.Mai - 17.September 2000

Pressecommuniqué

Der bedeutende Berliner Zeichner Hanns Schimansky ist in Deutschland schon sehr bekannt. In der Schweiz hingegen ist das seine erste Ausstellung. Schimansky pràsentiert in Neuchâtel Werke extrem verschiedener Formate, von der Postkarte bis zu monumentalen Arbeiten.

Der Künstler

Hanns Schimansky ist 1949 in Bitterfeld geboren. Er wächst in Stralsund und Rostock auf, wo er von 1968 bis 72 sein Studium der Agronomie macht. Von 1972-77 arbeitet er gleichenorts als Ingenieur Agronom, arbeitet aber in diesen Jahren schon intensiv als freier Zeichner. Von 1977-80 ist er Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR in Berlin. In der Folge erhält er mehrere Stipendien undPreise. 1997 wird er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und 1998 Professor an der Kunsthochschule Berlin Weissensee.

 

Die Ausstellung : Werke von 1986 bis 2000

Wir zeigen in den vier grossen Wechselausstellungs-Sälen im ersten Stock Werke aus den letzten fünfzehn Jahren. Auf der Basis der grossen Expressionismus-Tradition, wie sie sich im Ostdeutschland der Nachkriegszeit weiterentwickelt, entwirft Hanns Schimansky eine zeichnerische Kunst der Konstruktion-Dekonstruktion in Form subtiler, ja surreeller Gegenstädlichkeit. Die meist pechschwarzen Linien und Flächen besetzen den Raum kontrapunktisch, und die daraus resultierenden Pseudo-Geschichten gehören in den Bereich des Fantastischen, wenn nicht gar Grotesken.

Erstaunlich : die Schöpfungen im Postkartenformat strahlen die gleiche Kraft aus wie die monumentalen Tusche-Arbeiten, deren Höhe 15o cm übersteigen kann. Seit den mittleren 90er Jahren hat Schimansky zudem eine eigene, neue Zeichentechnik erfunden, den " gerollten Strich ", wo Bleistifte und Kreiden sozusagen tanzenderweise über das Papier hin gleiten.

 

Die Monographie " Soixante-quatorze dessins "

Die Ausstellung ist nicht von einem eigentlichen Katalog begleitet sondern von einer reich illustrierten 190seitigen Monographie, die sich gewisse Freiheiten herausnimmt. Unter den sechs Autoren, die sich mit Schimanskys Kunst beschäftigen, hat jeder fünf, sechs Werke ausgewählt, die er präzise kommentiert. Liest man diese kurzen Texte der einzelnen Autoren in Folge, ergibt sich dadurch aber doch eine vertiefende Interpretation.

 

Wir danken Ihnen, uns dabei behilflich zu sein, die zauberhaften Werke des Berliners Hanns Schimanskys erstmals einem Schweizer Publikum näherzubringen.

 

Dem Institut für Auslandsbeziehungen e.V. in Stuttgart danken wir für die freundliche Unterstützung der Ausstellung.