Bewegungen. Neue Dauerausstellung

Bewegungen. Neue Dauerausstellung

Bewegungen zeichnen die Bahnen von Individuen, Objekten und Ideen nach. Neuenburg hat aufgrund seiner geografischen Lage und seiner Geschichte naturgemäss starke Beziehungen zum Ausland geknüpft. Die Migrationsbewegungen und die Zirkulation von Waren und Techniken waren für seine Entwicklung treibende Elemente und wirkten auch am Aufbau und an der Definition seiner Identität mit.

Anlässlich seiner neuen Dauerausstellung lässt das Museum für Kunst und Geschichte seine Sammlungen aus der Perspektive der Bewegung – ein zugleich individueller und universeller Begriff – in einen Dialog treten.

Der Rundgang beleuchtet die Mobilität auf eine neuartige und interdisziplinäre Weise. Welches sind die Profile und die Beweggründe von Migrantinnen und Migranten ? Welche Rolle spielen Kriege und der internationale Handel dabei ? Welcher Art sind die hergestellten Güter und welche Strategien werden angewandt, um sie zu exportieren ?  Welche Verbindungen gibt es zwischen Handelsnetzen und Sklavenhandel ? Was suchen Künstlerinnen und Künstler in der Ferne ? Auf welche Hindernisse stossen Migrantinnen und Migranten im Alltag ? Ein Rundgang durch grosse und kleine Geschichten, in denen sich Erinnerung und die unterschiedlichsten Schicksale widerspiegeln.

BLICK IN DIE AUSSTELLUNG

Die Ausstellung Bewegungen enthält einen Abschnitt über die Beteiligung der Neuenburger am Kolonialunternehmen und an der Sklaverei. Sie enthält gefilmte Interviews mit vier Universitätsprofessoren: Thomas David (Universität Lausanne), Bouda Etemad (Universitäten Genf und Lausanne), Matthieu Gillabert (Universität Fribourg), Kristina Schulz (Universität Neuenburg)

 

Prof. Kristina Schulz, Universität Neuchâtel

die Verwicklung von Schweizern in den Sklavenhandel und ihre Beteiligung am kolonialen Unternehmen: lange Zeit verschwiegene Themen

 

Honorarprofessor Bouda Etemad, Universitäten Genf und Lausanne

die Verwicklung von Neuenburgern in den Sklavenhandel und die Sklaverei

 

Prof. Thomas David, Universität Lausanne

die Rolle, die die Neuenburger Buchdruckergesellschaft und der Sklavenaufstand bei der Abschaffung des Sklavenhandels und der Sklaverei spielten

 

Prof. Matthieu Gillabert, Universität Freiburg

Rassismus nach der Abschaffung der Sklaverei